Freitag, 20. Dezember 2013

Türchen Nummer 20



Hier kommt mein Beitrag zum blogübergreifenden Adventskalender 2013. Ich hoffe er gefällt euch. Sollten euch die Protagonisten bekannt vorkommen, so habt ihr recht, es sind die beiden Herren aus dem letzten Jahr. ;-)
Vielen Dank an Janine für das wundervolle Cover! *schwärm*
Wenn der Blonde einen halben Kopf kleiner wäre, käme es meinem Pärchen sogar verdammt nahe. xD

Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit Benedict und Timo.


***

Nervös sehe ich auf meine Armbanduhr. Es sind keine zwei Minuten vergangen, seit Timo den Friedhof betreten hat. Er hat mich darum gebeten, ihn alleine zu Stefans Grab gehen zu lassen. »Komm in 10 Minuten nach», hat er gesagt. Obwohl ... oder gerade weil ich dafür Verständnis habe, ist mir mulmig zumute. Es ist ein Jahr her, seit ich ihn völlig aufgelöst und weinend an Stefans Grab aufgelesen habe. Seither ist eine Menge passiert, wir sind jetzt ein Paar, dennoch ist Stefan allgegenwärtig, auch wenn Timo sich bemüht, es mich nicht spüren zu lassen. Ich merke es trotzdem und das ist bis zu einem gewissen Grad gut und richtig so. Ich möchte nicht, dass er nicht von Stefan redet oder ihn womöglich vergisst, das würde ohnehin niemals passieren. Aber ich würde mir wünschen von Timo geliebt zu werden. Er mag mich, das steht ohne jeden Zweifel fest, doch wie weit gehen seine Gefühle mir gegenüber? Er redet nicht darüber - mit keiner Silbe.

Der nächste Blick auf die Uhr zeigt mir, dass ich immer noch vier Minuten warten muss. Weitere zwei schleppend lange Minuten später halte ich es nicht mehr aus. Ich öffne die Beifahrertür und bleibe zunächst unschlüssig sitzen, dann schwinge ich die Beine über den Schweller und steige aus. Die Temperaturen sind in den vergangenen Tagen etwas milder geworden. Es ist zwar immer noch frisch, aber diese beißende Kälte, die den Süden Deutschlands Ende November noch fest im Griff hatte, ist vorüber. Ich atme noch einmal tief durch, schließe meine Jacke und setze mich langsam in Bewegung. Die winzigen Kieselsteine knirschen unter meinen Sohlen, ansonsten ist es ruhig - noch nicht einmal einen Vogel hört man zwitschern, als ob selbst die Tiere ganz genau wüssten, dass wir uns an einem Ort der Stille befinden. Als ich um eine weitere Ecke biege, sehe ich Timo aufrecht an Stefans Grab stehen. Die anfängliche Angst, macht purer Erleichterung platz. Insgeheim habe ich ein ähnliches Bild erwartet wie im vergangenen Jahr. Timo kniete damals im Schnee und hat so geschluchzt, dass seine Schultern bebten. Keine Ahnung, ob ich diesen Anblick ein weiteres Mal verkraftet hätte. Ich nähere mich dem Grab, bleibe aber mit etwas Abstand zu Timo stehen. Er wendet sich mir zu und ein leichtes Lächeln liegt auf seinen Zügen. »Du bist zu früh«, sagt er.

Ich grabe meine Fäuste noch tiefer in die Hosentaschen und ziehe die Schultern nach oben. Mein Blick huscht über sein Gesicht und sucht nach Anzeichen von Trauer. Doch da ist nichts. Seine Augen sind trocken. Mein Herz beginnt vor Freude zu klopfen und ich senke den Kopf. 

»Ich bin okay«, antwortet er auf meine nicht gestellte Frage. »Jetzt komm schon her«, setzt er hinterher und streckt einen Arm nach mir aus. Ich lasse mich kein zweites Mal bitten, ich gehe zu ihm und schlinge einen Arm um seine Taille. Er legt mir einen seiner Arme um die Schultern, zieht mich näher zu sich heran und gibt mir einen Kuss auf die Stirn. Danach legt er eine Wange auf mein Haar. Ich gestatte es meinem Herzen nicht, sich übermäßig zu freuen. Die vergangenen Monate waren nicht einfach, für uns beide nicht. Immer wenn ich geglaubt habe, dass wir es endgültig geschafft haben könnten, wurden meine Hoffnungen jäh zunichtegemacht. Dadurch habe ich gelernt, den Moment zu schätzen, das anzunehmen, was mir freiwillig gegeben wurde und nicht länger über unsere Zukunft nachzudenken.

Wir bleiben noch einige Minuten, schweigend ... dann verlassen wir ebenso wortlos den Friedhof wieder. Timo ergreift meine Hand und lässt sie nicht mehr los, bis wir das Auto erreicht haben. 

»Ich hätte Appetit auf Langos. Gehen wir auf den Weihnachtsmarkt?«, fragt Timo, nachdem er sich hinters Lenkrad geschwungen hat. 

Ich habe nichts dagegen, im Gegenteil, ich habe Hunger. Mir kommt die Szene vor genau einem Jahr wieder in Erinnerung ... und auch die Zeit danach. Zu gerne wüsste ich allerdings, wie es tatsächlich in ihm aussieht. Geht es ihm so gut, wie er es mich glauben lassen möchte? Ich blicke ihn von der Seite an. Nichts deutet auf diesen tiefen Schmerz hin, der letztes Jahr bei ihm überdeutlich erkennbar war. 

»Ich höre dich denken.« Timo schmunzelt. »Mir geht es wirklich gut«, schiebt er hinterher. Die Anspannung lässt langsam nach und ich nicke erleichtert. »Okay«, erwidere ich. 

»Also Weihnachtsmarkt?« 

»Weihnachtsmarkt!«, entgegne ich lächelnd. 

Die milderen Temperaturen haben viele Besucher aus den Häusern gelockt, denn der Markt ist brechend voll. Dementsprechend halten wir uns nicht lange auf, sondern holen je einen Langos und verlassen danach das Gedränge. 

»Wir haben kein Brot mehr«, fällt mir ein, als wir auf dem Weg zum Parkplatz sind. Meinen Imbiss habe ich bereits bis auf den letzten Krümel verputzt, während Timo noch nicht einmal die Hälfte geschafft hat. »Ich geh kurz zum Bäcker, holst du das Auto und sammelst mich danach auf?«, bitte ich ihn.

»Okay, bis gleich.« Er lächelt, streicht mit einer Hand über meine Wange und gibt mir einen flüchtigen Kuss. Danach macht er sich in die entgegengesetzte Richtung auf. Ich sehe ihm einige Momente hinterher. Irgendetwas ist heute anders. Obwohl sich Stefans Todestag das zweite Mal jährt, wirkt Timo viel gelöster als sonst, glücklicher, vor allem aber ... nahbarer, ja, ich glaube, das ist der richtige Ausdruck. 

Die Bäckerei ist gerade um die Ecke. Keine fünf Minuten später verlasse ich sie wieder, vollbeladen. Es ist wie immer nicht bei einem einzigen Brot geblieben. Timo steht schon auf der anderen Straßenseite und wartet auf mich. Lächelnd setze ich einen Fuß auf die Straße und plötzlich geht alles furchtbar schnell.

Ich sehe noch Timos entsetzten Gesichtsausdruck, bevor ich ein lautes Quietschen vernehme, etwas Hartes mich heftig trifft und ich anschließend das Gleichgewicht verliere und unsanft mit dem Hinterkopf auf den Asphalt knalle. Mir bleibt zunächst die Luft weg vor Schreck, dann blinzle ich ungläubig, richte mich auf und fasse mir an den Hinterkopf. Verdammt tut das weh! Es fühlt sich dort warm, feucht und klebrig an. In der nächsten Sekunde ist Timo an meiner Seite und redet auf mich ein. Auch der Autofahrer ist ausgestiegen und kommt aufgeregt auf uns zu. 

»Benedict«, haucht Timo besorgt, »bist du in Ordnung?«

»Weiß nicht«, gebe ich zu und taste nach seiner Hand. 

Er wird blass, danach küsst er mich auf die Stirn, kramt sein Handy aus der Hosentasche und telefoniert. 

»Mein Name ist Timo Schuler. Mein Freund Benedict Jung wurde angefahren ... Neue Straße ... direkt vor der Bäckerei Müller ... ja ... ja, er spricht mit mir ... ich weiß nicht, aber er blutet am Kopf ... nein ... okay ... bitte beeilen Sie sich.« Danach beendet er das Gespräch und legt mir eine Hand auf die Wange. Gleichzeitig gibt er dem Typen, der mich angefahren hat, klare Anweisungen, wie er die Unfallstelle abzusichern hat. Mir erscheint das viel zu viel Aufhebens dafür, dass mir nur ein wenig der Kopf weh tut und ich versuche aufzustehen, doch Timo hält mich davon ab. »Bleib ganz ruhig sitzen, ein Rettungswagen ist unterwegs.« Seine Stimme klingt viel zu hoch. 

»Glaub mir fehlt nix«, versuche ich mich zu wehren. Wie zur Bestätigung wackle ich mit den Füßen und versuche mich in einem Grinsen. So wie Timo mich allerdings ansieht, ist es gänzlich misslungen. 

»Die Dame vom Notruf hat mir gesagt, dass du dich nicht bewegen sollst, also bleib einfach da hocken, okay?«, bittet er mich leise. 

»Sei nicht albern«, antworte ich und versuche erneut aufzustehen. Als das Klopfen in meinen Kopf allerdings stärker wird und sich eine leichte Übelkeit dazu gesellt, gebe ich meine Bemühungen auf. Ich kann von Glück sagen, dass es trocken ist, sonst würde ich mir vermutlich den Arsch abfrieren. 

Immer wieder blickt Timo sich nach beiden Richtungen um, dabei murmelt er in regelmäßigen Abständen: »Wo bleiben die nur.« Zwischendurch stellt er mir irgendwelche bescheuerten Fragen. Irgendwann entweicht ihm ein erleichtertes »Endlich« und kurze Zeit später treten zwei Männer im Sanitäroutfit zu mir heran. Einer davon trägt eine Tasche bei sich. 

»Hallo, ich bin Doktor Kau, können Sie mich verstehen?«

Unwillkürlich beginne ich zu grinsen. Keine Ahnung warum, aber ich finde den Namen saukomisch. »Sind Sie Zahnarzt?«, kichere ich albern.

Er stutzt kurz, doch dann nickt er sichtlich zufrieden. »Wie heißen Sie?«

»Benedict Jung«, erwidere ich. 

»Gut Benedict, wissen Sie, welcher Tag heute ist?«

»Elfte Dezember.« Ich habe natürlich nicht vergessen, dass heute Stefans Todestag ist, doch so direkt daran erinnert zu werden und noch dazu in einer solchen Situation, ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Die Übelkeit nimmt zu. Besorgt blicke ich zu Timo, der mit Argusaugen jede meiner Regungen überwacht. »Es tut mir leid«, flüstere ich, taste nach ihm und kralle meine Finger in seine Hand. 

»Ich bin okay«, antwortet er, als wisse er ganz genau, was gerade in mir vorgeht. 

»Haben Sie Schmerzen?«, werde ich erneut von Dr. Kau gefragt. 

»Kopfschmerzen, aber sie sind zum Aushalten«, antworte ich brav.

»Sonst nichts?« Ich fühle seine behandschuhten Finger an meinem Hinterkopf.

»Bisschen flaues Gefühl im Magen, sonst glaube ich nichts.«

»Okay.« Dr. Kau runzelt die Stirn und fühlt gleichzeitig meinen Puls. »Wir bringen Sie jetzt in Städtische Krankenhaus. Dort werden Sie genau untersucht. Sollen wir jemanden für Sie anrufen?«

»Nicht nötig«, antworte ich, »Timo ist mein Freund. Darf er mitfahren?« 

»Klar, könnte aber etwas eng werden da drin«, erwidert er an Timo gewandt. 

»Egal«, erwidert er einsilbig. Seine Lippen sind aufeinander gepresst und die Farbe ist noch nicht in sein Gesicht zurückgekehrt. 

Timo lässt mich die komplette Fahrt über nicht aus den Augen. Er hält meine Hand zwischen den seinen und verteilt zarte Küsse darauf. Keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen ist, bis wir im Krankenhaus ankommen. Am Rande bekomme ich noch eine hitzige Diskussion zwischen Timo und einem Arzt oder Pfleger mit, die Timo offensichtlich verliert, denn ich finde mich in der nächsten Minute in einem steril wirkenden Raum wieder - allein.

Es folgen eine Reihe Untersuchungen, die ich über mich ergehen lassen muss, dann wird mir von einer jungen Ärztin mitgeteilt, dass ich eine leichte Gehirnerschütterung hätte und ich eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben sollte. 

»Ist mein Freund noch irgendwo?«, möchte ich wissen.

»Ist das der hübsche Bursche, der seit zwei Stunden die komplette Belegschaft verrückt macht?« Ein amüsiertes Schmunzeln zuckt um ihre Mundwinkel. 

»Klingt nach Timo«, erwidere ich lächelnd. 

»Ich schicke ihn gleich rein. Es wird jetzt noch ein Bett für Sie hergerichtet, danach bringt man Sie auf ihr Zimmer.« 

Nachdem sich die Ärztin verabschiedet hat, dauert es keine Minute, bis Timo in das Behandlungszimmer gestürmt kommt.

»Ist alles okay mit dir? Darfst du nach Hause?« Auf seinem Gesicht haben sich hektische, rote Flecken gebildet. 

»Sie möchten mich eine Nacht hier behalten ...«

Timo wird erneut blass und ich beeile mich zu ergänzen: »Keine Sorge, das ist nur zur Vorsicht. Die Ärztin meinte, ich hätte nochmal Glück gehabt, es sei nur eine leichte Gehirnerschütterung. Morgen darf ich nach Hause. Es ist wirklich nur zur Beobachtung, mir fehlt sonst nichts.«

Es dauert einige Zeit, bis Timo sich endlich beruhigen lässt. Er weicht mir nur einmal für eine halbe Stunde von der Seite, als ich ihn bitte, nach Hause zu fahren, um mir ein paar Dinge zu besorgen. Danach wacht er wie eine Glucke über mich, bis zu dem Zeitpunkt, als ihn eine Schwester spät abends energisch aus dem Zimmer befördert. Und ja, ich leugne es nicht ... ich mag es, dass er so übervorsorglich ist, ich genieße es. Es zeigt mir, dass ich ihm etwas bedeute, und es macht mich glücklich. 

Am nächsten Tag ist er bereits um acht Uhr morgens bei mir. Er sieht schlecht aus, völlig übermüdet mit dunkeln Ringen unter den Augen. So wie er aussieht, hat der die vergangene Nacht sicher keine Stunde am Stück geschlafen. Wir müssen noch einige Zeit ausharren, bis ich offiziell aus dem Krankenhaus entlassen werde. Auf der Fahrt nach Hause wirft er mir immer wieder besorgte Seitenblicke zu. 

Er bringt mich in meine Wohnung, die derzeit kaum wiederzuerkennen ist. Timo hat seine Schmückwut einfach auf meine eigenen vier Wände übertragen. Wir halten uns ohnehin die meiste Zeit bei mir auf. An die völlig überheizten Räume habe ich mich mittlerweile ebenso gewöhnt wie er an mein kaltes Schlafzimmer, zumindest hier konnte ich mich durchsetzen.

Er öffnet die Wohnungstür und ein Schwall Wärme kommt uns entgegen. Kaum dass die Tür hinter uns ins Schloss gefallen ist, wirft Timo meine Tasche achtlos in den Flur und reißt mich in seine Arme. Er bedeckt mein Gesicht mit unzähligen Küssen und murmelt dabei immer wieder meinen Namen. Seine Hände sind überall, fast so, als müsse er sich davon überzeugen, dass ich wirklich noch an einem Stück bin. 

»Benedict, mein Liebling«, haucht er.

Mein Liebling? Das habe ich ihn noch nie sagen hören, zumindest nicht zu mir. Was passiert hier gerade? Ich kann nicht verhindern, dass mein Herzschlag sich beschleunigt. 

»Hey, alles ist gut«, versuche ich ihn zu beruhigen. »Ich bin okay. Das bisschen Gehirnerschütterung geht schnell vorüber. Hast doch gehört, was der Doc gesagt hat ... in ein paar Tagen bin ich wie neu!«

»Scheiße Bene, kannst du dir vorstellen, was ich für eine Scheißangst um dich gehabt habe? Da kam dieser Spinner angerast und nietet dich einfach um. Ich dachte ... ich dachte ... dachte ...« Dann schluchzt er auf und bedeckt sein Gesicht mit beiden Händen. 

»Hey«, sage ich zärtlich, »mir geht‘s gut, ich bin hier ... bei dir.« Ich schiebe seine Hände vom Gesicht und suche seine Lippen. Der Kuss hat nichts Erotisches, er dient eher dazu mich, aber vor allem ihn, zu beruhigen. Er scheint seine Wirkung nicht zu verfehlen, denn Timos Atem geht kurze Zeit später etwas regelmäßiger.

Er nimmt mein Gesicht zwischen seine Hände und sieht mir tief in die Augen. »Dich auch noch zu verlieren, das hätte ich nicht überlebt, Bene. Dass Stefan gestorben ist, war furchtbar ... aber da warst immer noch du, der mich aufgefangen hat, du warst für mich da, jederzeit. Doch als ich da am Straßenrand gestanden bin und mit ansehen musste, wie du direkt vor meinen Augen angefahren wurdest ... und das kurz nachdem ich erkannt hatte, wie sehr ich dich liebe ... ich weiß nicht, ob ich es überlebt hätte, wenn du ...«

Was hat er da eben gesagt? »Was?«, hauche ich und bin mir nicht sicher, ob ich mich womöglich doch verhört habe. 

»Wenn du gestorben wärst ... verdammt!«, beendet er den Satz. 

»Ich meinte das davor.« Unwillkürlich halte ich die Luft an.

»Ach so ...« Er lächelt versonnen. »Ich weiß, ich habe dir das bisher nie gesagt ... so deutlich wie gestern ist mir das auch noch nie zuvor klar gewesen. Es hatte einen Grund, warum ich alleine zu Stefan wollte. Ich musste für mich selbst herausfinden, wie meine Gefühle sind. Und dann stand ich da ... und ich war traurig, weil ich einen Menschen verloren habe, der mir viel bedeutet hat ... aber ... aber ... der Schmerz war weg, verstehst du? Ich stand an diesem Grab und habe darauf gewartet, dass er mich in die Knie zwingt, aber er kam nicht. Stattdessen war da der Gedanke an dich und dass ich dich alleine im Auto zurückgelassen habe. Ich habe mich geschämt für all die Monate, in denen ich nicht fähig war, dir das zu geben, was du verdienst. In genau diesem Moment ist mir klar geworden, dass Stefan und ich eine wunderschöne Zeit hatten, an die ich mich gerne zurückerinnern werde ... aber dass du derjenige bist, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen will, weil ich dich über alles liebe!«


Ich muss ihm nicht sagen, wie tief meine Gefühle für ihn gehen und wie überwältigt ich von seinen Worten bin, er weiß es. Dann schlinge ich beide Arme um seinen Nacken, drücke ihn fest an mich und gebe mir Mühe nicht vor Glück zu platzen. Wir haben es geschafft, wir haben es endlich geschafft.

***

Vielen Dank fürs Lesen. Das nächste Türchen öffnet sich bei unserer Initiatorin Karo. An dieser Stelle vielen Dank fürs Organisieren! :-*

Euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ganz viele liebe Grüße
Jule

Kommentare:

  1. Du hast mir mit dieser kleinen Geschichte einen Wunsch erfüllt.
    Ich hatte mich immer gefragt, wie es mit den weitergeht.
    Oh Mann, der Unfall von Benedikt war für Timo viel schlimmer als für Benedikt selbst.

    LG Piccolo

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  2. Hallo Jule,

    das war eine wirklich wunderschöne Fortsetzung. Benedikt und Timo sind nun endlich glücklich und zufrieden und freuen sich auf ihre Zukunft. Es hat auch lange gedauert bis Timo Stefans Tod überwunden hat. Benedikts Unfall hat ihn ziemlich mitgenommen und ihm gezeigt, dass er ohne ihn nicht leben kann und will. Gott sei Dank ist nichts Schlimmeres passiert. Nun kann ich sie beruhigt und überglücklich in ihre strahlende Zukunft entlassen. Vielen Dank dafür.

    LG Lilith

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  3. Sehr schön. <3 An die beiden habe ich mich auch noch erinnert, daher hatte ich mich gefreut, als ich wusste, dass du nach mir dran bist und ich das so gar nicht übersehen kann. Noch cooler, dass es sogar eine Fortsetzung mit den beiden gab. ^^

    Danke!

    LG
    Lelis

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  4. Schön, dass es den beiden an sich so gut geht, auch wenn du Timo nochmal durch die Hölle gehen lässt :-O
    Aber ist ja alles gut gegangen und ich freu mich immer, wenn Paare sich aneinander gewöhnen und sich einrichten (warme Wohnung, kaltes Schlafzimmer ...)
    LG Katrin

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